Selbstgemachte Mayonnaise

9. Juni 2018

Mit selbstgemachter Mayonnaise wurden meine vier Geschwister und ich sozusagen großgezogen. Meine Mutter hatte keine besondere Lust auf Kochen und Haushalt, sie hatte ihre Talente woanders. Sonntags kochte unser Vater. Aber - sie rührte fast täglich in einer mit einer Handkurbel betriebenen Haushaltsmaschine aus durchsichtigem Plastik mit rotem Deckel Mayonnaise an. Diese Mayonnaise war das Salat Dressing, Brotaufstrich auf gutem hannöverschen Gerster Brot, Paprika wurde darin versenkt, und oftmals Bratenreste oder kaltes Huhn. Und wenn ich sage täglich - dann meine ich täglich. Als ich als Teenager protestierte, das macht doch dick, war ihre Antwort: “Das ist gut für die Nerven und sehr gesund!“ Als sie ihre Enkel, also meine Kinder, damit fütterte, war auf meinen Protest hin weiterhin ihre Antwort, gut für die Nerven und so gesund.

Später, als wir Kinder alle aus dem Haus waren, hat sie das „gute” Gerster Brot, daß wir immer essen mußten, durch ungetoastetes Weißbrot ersetzt - mit viel viel Mayonnaise drauf. Unsere Mutter ist sehr alt geworden, fast ohne Medikamente, und super fit im Kopf. Mayonnaise? Warum nicht?

Eine wahre Geschichte!

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