Ratatouille

Monika Fuchs Monika Fuchs • 20. November 2018
[ Vegetarisch  ]

Die Ratatouille ist ein südfranzösisches Resteessen. Früher wohl auch als Arme Leute Essen bezeichnet, da ursprünglich aus Gemüseresten hergestellt. Der „gerührte Fraß“, provencalische Übersetzung, hat sich das nicht gefallen lassen. Und hat es in die feinsten Küchen der Welt geschafft. Eigentlich auch ohne große Verfremdung, was man nicht über jedes traditionelle Gericht in der Neuzeit sagen kann. Ein Häufchen Sauerkraut mit Noilly Prat abgelöscht neben einem kandierten Orangenfilet und süßen Oliven - naja - herrliche Stilblüten. Auberginen gehören zur Ratatouille. Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika, dazu ein Sträußchen mediterraner Kräuter. Ein gutes Olivenöl und Geduld. Ich schmore jedes Gemüse separat an, alles in Olivenöl. Nur die Paprika schmore ich in einem geschmacksneutralen Öl. Irgendwie gefällt mir die Kombination von Olivenöl und Zucker nicht. Denn ich gebe den Paprikaschoten einige Löffel Zucker zur Verfeinerung. Zum Schluss füge ich alles zusammen und lasse es noch circa zehn Minuten im geschlossenen Topf weiterköcheln. Und jetzt begehe ich eine Sünde, für die mich der Eine oder Andere schlagen würde. Ich lasse die Ratatouille kurz durch ein Spaghettisieb abtropfen. Das sehr würzige Öl fange ich auf und verwende es weiter. Ich mag einfach kein Gericht, das buchstäblich im Öl schwimmt. Ist mein persönlicher Geschmack, müsst ihr nicht befolgen. Weilte mein Mann noch unter uns, wäre er der Erste, der mich in die Flucht jagen würde. Also, glaubt nicht alles, was ich sage. Macht eure eigene Erfahrung. Viel Spaß dabei. Ratatouille kann man übrigens kalt oder warm essen, als Hauptgang oder Vorspeise. Und es hält sich sehr, sehr lange im Kühlschrank.

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