Weihnachtlicher Rotkohl

Monika Fuchs Monika Fuchs • 4. Dezember 2018
[ Beilage  Vegetarisch  ]

Rotkohl zu kochen macht einfach nur gute Laune. Und weihnachtlichen Rotkohl zu kochen, ruft Erinnerungen wach - an die Kindheit. An die geheimnisvolle Stimmung während der Weihnachtszeit. An die so anderen Düfte, die man den Rest des Jahres nicht schnuppern kann. Lebkuchengewürz zum Beispiel - lässt sich wunderbar mit Rotkohl vereinen. Ich schreddere Wacholder, Nelke, Lorbeer und Sternanis in meiner kleinen Gewürzmühle. Noch hält sie durch, aber es ist schwere Arbeit für sie geworden, denn sie ist schon in die Jahre gekommen. Wie ich schließlich auch!!!

Ganz wichtig finde ich, dass man den Kohl schon mindestens drei Tage vorher kocht. Und dann nach draußen in die Kühle stellt. Dort mariniert er dann nochmal vor sich hin. Steht der Kohl im Kühlschrank, habe ich das Gefühl er erstarrt. Ist vielleicht Einbildung. Aber das Kochen des Rotkohls, ich sagte es ja schon, lässt einen ja schließlich auch ein bisschen träumen - von früheren Weihnachtsfesten. Bei uns kommt übrigens Heiligabend der echte und einzige Weihnachtsmann ins Haus. Die Kinder grinsen und die Erwachsenen weinen. Und der Onkel Basti kommt „immer” zu spät zum Essen und haut sich dann gleich drei Portionen Rotkohl auf den Teller. Kann er nicht mal pünktlich sein?

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