Tafelspitz

Monika Fuchs Monika Fuchs • 15. Januar 2019
[ Rindfleisch  ]

Tafelspitz gehört mit zu den Gerichten, die ich richtig gerne und mit viel Spaß koche. Spaß, weil ich ständig meinen Löffel in die Brühe tauche, um zu probieren. Diese selbst gemachte Brühe, so ganz natürlich, begeistert mich immer wieder - am meisten aber dieser Hauch von Sternanis. Als Fleisch nehme ich am liebsten Bullenbrust. Das Fett an dem Fleisch muss sehr schön weiß sein, nicht gelblich. Wenn ich dieses Stück bei meinem Metzger aber nicht bekomme, gibt es ja den herkömmlichen Tafelspitz. Kalb oder Rind, die Entscheidung ist jedem selbst überlassen. Ich bevorzuge Rind.

Süddeutschland ist das Gericht ein beliebtes Samstagsgericht. Mit verschiedenen Salaten, auch dem herrlich „schlotzigen“ Kartoffelsalat und Meerrettichsauce. Für meinen süddeutschen Ehemann war dieses Gericht immer ein Höhepunkt. Aber nur klassisch - nämlich mit Bouillonkartoffeln mit sehr klein gewürfeltem Gemüse gekocht. Ich, als Norddeutsche, liebe aber Preiselbeeren dazu und Kartoffelpüree. Dann Meerrettich mit geraspeltem Apfel vermengt und frisch geriebener Meerrettichwurzel. Vorsicht beim Raspeln - das haut den stärksten Mann um! Und ein wenig grobes Salz auf das Fleisch streuen. Und natürlich reichlich Schnittlauch. Was übrig bleibt, kann man später sehr schön kalt mit einer Vinaigrette servieren. Hält sich übrigens einige Tage im Kühlschrank. Ich berechne immer 350 Gramm frisches Fleisch pro Person, statt der 200 bis 250 Gramm. Irgendwie „schmilzt“ viel in die Brühe. Also eher mehr, als zu wenig zubereiten. Viel Spaß dabei.

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