Roastbeef

Monika Fuchs Monika Fuchs • 16. März 2019
[ Fleisch  "Rind"  ]

Vor Roastbeef habe ich großen Respekt. Falsch gesagt, eigentlich richtig Angst. Roastbeef ist kostbar, hat einen empfindlichen Garpunkt, ein Gast will es so, ein anderer so. Ich rufe jedesmal meine Schwester in Wien an und schreie „Hilfe“. Diese Schwester behauptet von sich selber, sie könne nicht kochen, weder gerne, noch gut. Aber ich weiß, weil ich es oft bei ihr gegessen habe - ihr Roastbeef ist das Beste. Und sie hat nicht einmal ein Fleischthermometer. Das brauchte auch mein Mann nicht. Er drückte mit dem Finger auf das Fleisch, aha, schön rosa.

Ich weiß jetzt aber, was es ist! Ich habe Vorschussangst das Fleisch nicht perfekt auf den Punkt zu bekommen. Und Angst beim Kochen zu haben ist nicht gut. Und auch nicht nötig. Üben ist das Wort. Immer wieder. Erfahrung ist was zählt. Neulich ist es mir wieder einmal etwas zu „nicht rosa genug“ geworden. Na und? Ich habe es am nächsten Tag ganz hauchfein mit der Maschine aufgeschnitten. Vorne im Auto sitzend, habe ich auf einem Holzbrett auf den Knien, meinem jüngsten Sohn auf unserer Abenteuerreise Sandwiches zubereitet. Grobes Bauernbrot, etwas selbstgemachte Mayonaise, ein Eisbergsalatblatt, Tomate, viel Salz und groben Pfeffer und dick mit kaltem Roastbeef belegt. Er meinte, so ein Roastbeefsandwich könne nur ich. Perfekt!!! Grins!!!! Er musste ja beim Fahren immer geradeaus gucken.

Erzähle es weiter. Ich würde mich freuen!