Forelle

Monika Fuchs Monika Fuchs • 21. März 2019
[ Fisch  ]

Forelle blau ist so ein feines Gericht, weshalb ich es nicht oft zubereite. Einfach, um es immer etwas ganz Besonderes sein zu lassen. Im Schwarzwald, wo es noch viele eiskalte klare Bächlein gibt, gibt es sogar hin und wieder noch die herrliche Bachforelle - mit roten Punkten. Keine Zucht, keine Beckenhaltung. Eben gefischt, gleich gegessen. Sie biegt sich im simmernden Essigwasser und bricht. Ein untrügliches Zeichen für höchste Frische. Und dann nur mit frisch gekochten Salzkartoffeln mit Petersilie bestreut, etwas brauner Butter übergossen und einer halbe Zitrone zum Beträufeln genießen - das ist das Himmelreich! Wenn es das im Himmel gäbe, dann ginge ich da ganz gerne hin. Das Wort „Beilagen“ ist übrigens nach meinem Verständnis ein „no no“ Wort. Bitte keine Tomaten zur Dekoration, keinen Salat auf dem Teller und kein mitgegartes Gemüse. Weniger ist mehr und Purismus und klare Linie ist bei diesem feinen Gericht Gesetz. Versucht es einmal. Aber die Forelle bitte beim Fischhändler kaufen, nicht gefroren aus dem Supermarkt.

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